Verschiedene Roulette-Strategien erklärt

Roulette ist ein faszinierendes Spiel, weil es eben nicht nur Option A und Option B gibt. Ein Feld mit37 Zahlen, die einzeln oder kombiniert bespielt werden können. Dazu noch weitere Wettmöglichkeitenam Rand, ergeben eine unwahrscheinliche Vielfalt und daraus resultieren auch die Roulette-Strategien.Es wurden viele Artikel und einige sehr gute Bücher darüber verfasst. Wir wollen die beliebtestenRoulette-Strategien zusammenfassen und kurz erläutern.

Warum eine Roulette-Strategie?

Bei jedem Glücksspiel existiert ein Hausvorteil. Dieser garantiert, dass gemäß derWahrscheinlichkeitsrechnung die Bank auf lange Sicht Profit macht, während die Spieler irgendwannschrittweise ihr Geld verlieren. Dazwischen liegt aber ein weites Feld von Möglichkeiten, um beimRoulette sein Spiel zu variieren und mit der passenden Strategie doch Profite zu generieren. Eine guteRoulette-Strategie zielt darauf ab den Hausvorteil zu minimieren und größere Schwankungen zuvermeiden. Die nun folgenden Strategien sollen die Abwechslung beschreiben, geben aber keinesfallseine Garantie auf Erfolg.

Die Martingale-Strategie

Bei der Martingale-Strategie für Roulette handelt es sich wohl um die beliebteste Variante unter denSystemen. Es wird angenommen, dass der Einsatz nach jedem Verlust verdoppelt wird und kommt eszu einem Gewinn, beginnt der Spieler wieder bei seiner ursprünglichen Wette. Nehmen wir also an,dass ein Euro die Startwette bezeichnet. Nach einem Verlust werden zwei Euro, dann vier Euro usw.gesetzt.

Eine kleine Erweiterung besteht darin, erst ab einer gewissen Permanenz einzusteigen. Bspw. kam dieFarbe Rot fünfmal in Folge und der Spieler wettet von da an auf Schwarz. Der Stochastik zufolgemuss irgendwann Schwarz kommen. Martingale wird auch als Verdopplungs-Strategie bezeichnet unddabei muss auf die Tischlimits geachtet werden, die teilweise sehr schnell erreicht sind.

D’Alembert Roulette-Strategie

Frankreich gilt als Ursprungsland des Roulette-Spiels, weshalb es kein Wunder ist, dass von hier diemeisten Strategien kommen. Der Franzose Jean le Rond d’Alembert erfand ein System welches erdann mit seinem Namen bezeichnete. Es basiert auf dem Martingale-Prinzip, allerdings mitangepassten Einsätzen, um die Progression nicht so schnell in die Höhe zu treiben.

Vielmehr geht es nicht nur darum die Einsätze schrittweise zu erhöhen, sondern sie auch zu verringernwenn nötig, sodass nicht gleich wieder bei der kleinsten Wette begonnen wird. Wenn der Spieler eineWette verliert, erhöht er um seinen Einsatz und nach einem Gewinn zieht er einen ab. Somit wird auchverhindert das Tischlimit zu schnell zu überschreiten.

Wir wetten wieder mit einem Euro und verlieren. In der nächsten Runde setzen wir zwei Euro undverlieren erneut. Mit den nun drei Euro gewinnen wir und gehen wieder auf zwei Euro zurück usw.Wenn es nun zu einem Unentschieden zwischen gewinnbringenden und verlustreichen Runden kommt,gewinnt der Spieler einen Betrag in Höhe der gewonnenen Runden. So funktioniert die D´AlembertRoulette-Strategie.

Tipp: Für Abwechslung sorgt das umgekehrte D´Alembert Roulette-System, indem jeder Verlust einenEinsatz weniger bedeutet und nach dem Gewinn eine Wette höher gesetzt wird.

Die Labouchere Roulette-Strategie

Jetzt wird es schon etwas komplexer, denn die Labouchere Roulette-Strategie arbeitet mit einemSystem bei dem Zahlen aufgeschrieben und gestrichen werden. Der Spieler schreibt sich zunächst eineReihenfolge für seine Einsätze auf, die in der Mitte ihren Höhepunkt findet und dann wieder abwärtsgeht. Ein Beispiel:

1-2-3-4-5-5-4-3-3-2

Den ersten Einsatz bildet der Spieler aus der ersten und letzten Zahl seiner Reihenfolge. Das wärenhier drei Euro. Bei einem Sieg entfernt der Spieler die zwei Ziffern auf seinem Blatt durch Streichungdieser. Es verbleiben: 2-3-4-5-5-4-3-3. Die Strategie wiederholt sich, dieses Mal mit fünf Euro Einsatz.Wenn der Spieler Glück hat, kann er seine Reihenfolge ziemlich schnell vollständig streichen. Dannbeginnt er einfach von vorn, wobei er hier auch die Zahlen verändern kann.

Nun zum Verlustfall. Hier ergänzt der Spieler seine Reihenfolge durch die eben verlorene Summe. Daswürde in unserem Beispiel so aussehen: 1-2-3-4-5-5-4-3-3-2-3. Ziel ist es immer die Liste komplettstreichen zu können und durch die Varianz der Einsätze als feste Vorgabe gestaltet sich dieseRoulette-Strategie sehr abwechslungsreich. Das Ganze muss sicherlich einige Male geübt werden, umes zu verinnerlichen.

Tipp: Auch hier kann das umgekehrte System verwendet werden. Dazu streicht der Spieler immer beiVerlust die beiden Ziffern und mit einem Gewinn fügt er die Summe hinzu.

Die Paroli-Strategie beim Roulette

Das Paroli-System ist schnell erklärt, denn es funktioniert genau umgekehrt zur Martingale-Strategiefür Roulette. Dazu verdoppelt der Spieler nach jedem Gewinn seinen Einsatz. Bei einem Verlust gehter jedoch nicht auf die Anfangswette zurück, sondern spielt denselben Einsatz noch einmal. Dies kannbei allen einfachen Chancen wie Rot/Schwarz, 1-18/19-36 sowie Gerade/Ungerade angewendetwerden. Es empfiehlt sich trotz anhaltender Glückssträhne ein Limit nach oben zu setzen. Wer bspw.mit einem Euro beginnt, der beendet seinen Lauf bei acht oder 16 Euro und beginnt dann wieder vonvorn, um das Risiko minimal zu halten. Die Paroli-Strategie erlaubt einen Versuch mit relativ wenigKapital, während es beim Martingale-System schnell in die Höhe gehen kann.

Die Parlay-Strategie

Auch für diese Roulette-Strategie eignet sich Stift und Zettel am besten. Hier wird eine beliebigeZahlenfolge notiert, nehmen wir an: 1-2-3-4-5. Es geht darum, dass jeder Gewinn den nachfolgendenEinsatz finanziert. Die Wetten erfolgen auf einfache Chancen wie Rot/Schwarz oder Gerade/Ungerade.Bei einem Gewinn werden in der nächsten Runde Einsatz und Gewinn gesetzt. Wenn die erste Rundegewonnen wurde, macht das 1+1 Euro, also 2 Euro für die nächste Wette. In der dritten Runde sind esdann 1+1+2, also 4 Euro usw. Bei einem Verlust geht der Spieler eine Stufe zurück und wenn er dasEnde seiner Zahlenfolge erreicht hat, beginnt er wieder von vorn. Diese Roulette-Strategie birgt eingroßes Risiko, da bei einem Verlust der gesamte Gewinn der Vorrunden weg ist. Dem Rückschrittmuss erneut ein Gewinn folgen, damit dieser alles ausgleicht. Es empfiehlt sich daher nicht mit zuhohen Einsätzen im Verhältnis zur Maximalwette zu spielen. Manche Experten raten nur zu 1/16 desTischlimits.

Das waren jetzt einmal die beliebtesten Roulette-Strategien wie sie in Spielbanken und Online Casinosangewendet werden können. Weitere Ideen liefern die Systeme „Follow the Leader“ und das „DutzendRaster“. Für mehr Informationen empfiehlt sich ein gutes Buch über Roulette-Strategien.